Räuberkuhle

 

Hier soll der Seeräuber Klaus Störtebeker einen Teil seiner Schätze vergraben haben, eine Mär, von vielen weiteren Mythen behaftet. Nach der letzten Eiszeit vor ca. 10.000 Jahren bildete der heutige Hemmelsdorfer See gemeinsam mit der Aalbeek-Niederung eine Förde der Ostsee, die später  - auch durch Sandabtrag vom Brodtener Steilufer verlandete. An der nordöstlichen Uferzone stand auf einem kleinen Hügel seit dem frühen Mittelalter (vielleicht seit dem seit dem 11. Jahrhundert) die 1255 erstmals urkundlich erwähnte Burg Gosevelde. Diese Burg war von Statur und Ausdehnung keineswegs vergleichbar mit den stattlichen Bauwerken an Rhein und Mosel.

Sie hatte einen Durchmesser von zwölf bis vierzehn Meter und war eine einfache Schutz- und Wehranlage vermutlich aus Holz auf einem Steinfundament und war im Besitz der Holsteinschen Ritter von Buchwaldt, ein Lehen, das vom Grafen von Holstein zugeteilt wurde. Doch davon konnten die Ritter nicht leben. Im Gegensatz zu ihnen wurden Städte wie Lübeck mit ihren Kaufleuten ausgesprochen wohlhabend. Und so wurden aus Rittern Räuber, die fortan begannen, von den reisenden Kaufleuten Wegezoll zu verlangen. Da diese sich jedoch weigerten, die eingeforderten Beträge zu bezahlen, plünderten die Ritter gewaltsam die Kaufmannszüge. Die lübschen Kaufleute wehrten sich und veranlassten, dass 1255 die Burg zerstört wurde.