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„Strandinsel“ und „Strandkoje“ gewannen den Design-Wettbewerb der Timmendorfer Strand Niendorf Tourismus GmbH (TSNT GmbH)

Der gute alte Strandkorb hat nicht ausgedient. Aber er bekommt Gesellschaft. Beim Design-Wettbewerb um neue Strandmöbel-Ideen in Timmendorfer Strand haben Entwürfe gewonnen, die alle eins gemeinsam haben: „Sie dienen in erster Linie nicht zum Schutz vor Wind und Wetter, sondern „alles dreht sich um außergewöhnliche, besondere Strandmomente“, sagt dazu der Designer Torsten Meyer-Bogya, „das wurde neu hinterfragt.“

Großen Aufwand hatte der Diplom-Designer in Zusammenarbeit mit der Timmendorfer Strand Niendorf Tourismus GmbH (TSNT) betrieben, um den Design-Wettbewerb durchzuführen. 250 Designer wurden angeschrieben. Bundesweit wurde der Wettbewerb über Design- und Architektur-Netzwerke veröffentlicht. „Zusätzlich haben wir alle Studierenden und Absolventen von Design-, Innenarchitektur- und Raumstrategie-Studiengängen in Deutschland und auch in Dänemark zur Teilnahme aufgerufen“, sagt Meyer-Bogya. Das Ergebnis: 55 Entwürfe, unter denen eine Vorjury eine Vorauswahl von 16 Entwürfen traf. Diese wurden in Timmendorfer Strand und Scharbeutz ausgestellt und schließlich von einer Fachjury bewertet. Auch eine Publikumsjury kam zum Zuge.

Lässig und cool

„Es ist spannend zu sehen, wie unterschiedlich sich die Designer mit dem Thema auseinander gesetzt haben“, stellt Meyer-Bogya fest, „man sieht auch, wie die Leute ihren Urlaub verbringen.“ So gewannen vier Entwürfe Preise, die lässiger und cooler wirken als herkömmliche Strandkörbe. Meyer-Bogya: „Strandmuscheln am Mittelmeer dienen nur dem Sonnenschutz“ – und nicht dem Schutz vor Regen und Kälte. Und an Strandmuscheln erinnerten viele Entwürfe.

„Strandkoje“, ein zweisitziges Strandmöbel, gewann den ersten Preis (3.000 Euro für Marlene Schröder und Daniel Böttcher), „Strandinsel“, ebenfalls eine Liege für zwei Personen, wurde der zweite Preis zugesprochen (2.000 Euro für Jan Homann und Meike Beyer). Der dritte Preis, je 1.000 Euro, wurde zweimal vergeben, einmal an den leicht orientalisch angehauchten Entwurf „Marisa“ von Tanja Unger, und einmal an „Redondo“, den an eine Fischreuse erinnernden Entwurf von Robert Korn.

Jetzt werden Prototypen gebaut

Das Publikum, Besucher und Bewohner von Timmendorfer Strand und Niendorf, durften ebenfalls Preisträger auswählen – die Wahl fiel bei den ersten beiden Plätzen auf „Strandinsel“ und „Strandkoje“. Ein Entwurf mit dem Titel „Strandgut“ gewann den dritten Preis. Wie geht es weiter? „Jetzt lassen wir und die Kollegen von Scharbeutz Prototypen von den Preisträger-Entwürfen bauen, die zur nächsten Saison auf dem Strand getestet werden. Ziel ist es dann, Produzenten für eine Serienherstellung zu gewinnen“, sagt TSNT-Tourismuschef Joachim Nitz. Der zeitlose Strandkorb braucht die Konkurrenz nicht zu befürchten.

Der Designwettbewerb „Strandmöbel 2016“ findet im Rahmen des deutsch-dänischen Interreg-Projektes „REACT“ statt.