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Niendorf an der Ostsee besitzt den kleinsten aktiven Fischereihafen

„Niendorf ist der schönste Hafen der Welt“, schwärmt Ulrich Böttcher. Mit einem Lächeln ergänzt er: „…weil es der Heimathafen ist.“ Das ist er schon seit Urgroßvaters Zeiten: Zur Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert gründete sein Vorfahr die Bäderschifffahrtsreederei Böttcher.

„Früher sind die Fischer mit ihren Booten gesegelt“, erzählt Ulrich Böttcher von den Anfängen der Bäderschifffahrt, „wenn wenig zu fangen war, legten sie Bretter als Sitzbänke in die Boote, und die Leute konnten für eine Reichsmark mitsegeln.“ Heute befahren die zwei Fahrgastschiffe der Bäderschifffahrtsreederei Böttcher in der Saison täglich nach Fahrplan die Ostsee, nach Grömitz und Timmendorfer Strand. Die MS Holstentor und MS Seelöwe tragen zur Lebendigkeit des kleinen Niendorfer Hafens bei. Er ist der kleinste noch aktive Fischereihafen Deutschlands. „Sechs bis sieben Fahrgastschiffe liegen hier“, sagt Ulrich Böttcher. Die Flotte, die von Niendorf hinaus zum Fischfang fährt, besteht aus 20 Kuttern, darunter drei Hochseekuttern. Den fangfrischen Fisch können Urlauber direkt vom Kutter kaufen. Ein kleiner Fischmarkt, gemütliche Cafés, maritime Restaurants steuern ihren Teil zur Atmosphäre des kleinen Hafens bei. „Manche Urlauber finden ihn regelrecht schnuckelig“, freut sich Tourismus-Direktor Joachim Nitz über das Lob seiner Gäste.

Pläne für die Ostseeperle

Noch ein drittes Schiff gehört Ulrich Böttcher. Mit der MS Ostseeperle hat er große Pläne. „Das Schiff kann 100 Personen aufnehmen“, erklärt Böttcher, „das ist mit gewissen Auflagen verbunden.“ Mit anderen Worten: Die EU-Fahrgastrichtlinien sind eine noch zu überwindende Hürde. Wenn diese geschafft ist, kann die MS Ostseeperle auf Fahrt gehen, nicht nach Fahrplan, sondern mit besonderen Aufgaben. Der Reeder denkt an „Hochzeitsfahrten, Events und vielleicht auch Seebestattungen“. Auf jeden Fall wird die MS Ostseeperle ihren Niendorfer Heimathafen noch mehr beleben.